Nachdem ziemlich rasch nach der Nahrungsumstellung bei unseren Vierbeinern positive Veränderungen von Geruch und Farbe der Ausscheidungen eintraten, und wir eine insgesamt bessere Verträglichkeit beobachten konnten (z.B. weniger erbrochenes Futter), wurde jedoch auch anhand vieler einzelner folgerichtiger Beobachtungen deutlich, daß der Futterwechsel keineswegs pauschal Krankheiten verhindern kann.
Gesundheitliche Vorteile durch eine Futterumstellung von der üblichen Industrienahrung auf ungiftige oder weniger giftige Pflanzenkost entstehen nach unserer Meinung also nicht wegen des Wechsels von "tierisch auf pflanzlich", sondern, eher wegen des Wechsels von "Weniger verträglich auf besser bekömmlich".
Wenn also jetzt nach dem Wechsel ein einzelner Hund des Rudels nach einer Zeit ohne Beschwerden, sichtbar zunimmt, oder als einziger eine Schwäche des Verdauungstraktes aufweist, fällt es schwer die Ursache in der, für alle Hunde gleichartigen, Ernährung zu suchen.
Ganz offensichtlich ist für unsere Tiere die Nahrung nur in Ausnahmefällen ein Krankheitsgrund, …denn sonst würden ja meist alle oder zumindest der größere Teil gleichzeitig erkranken… wohingegen unserer Erfahrung nach, das persönliche Erleben bzw. wie das Erlebte empfunden wird, die Hauptrolle bei der Entstehung von Symptomen spielt.
Eine weitere, nur auf den ersten Blick erstaunliche Beobachtung, war etwa der Sachverhalt, daß verfütterte Karottenraspeln oder Maiskörner zu Beginn der Nahrungsumstellung augenscheinlich unverdaut wieder ausgeschieden wurden, während nach etwa einem Jahr keinerlei Bestandteile davon zu beobachten waren. Offensichtlich hat sich der Körper (in diesem Falle die Verdauungsorgane) auf die neue Nahrung eingestellt wie er dies ja auch bei anderweitigen Anforderungen gewohnt ist zu tun.
Das dies durchaus grundsätzlich aus der Art „Hund" heraus möglich ist, zeigt unter anderem der "Basenji", eine in Afrika beheimatete Hunderasse welche sich z.B. im Kongo vermutlich das ganze Jahr über einem reichlich mit Früchten gedeckten Tisch gegenübersieht.
www.hunderassen.de
Ein anderes Beispiel für eine in der Art verankerte Möglichkeit auf ein verändertes Nahrungsangebot mit einer Umstellung der Ernährungs- und Verdauungsgewohnheiten zu reagieren, zeigten australische Papageien die sich ursprünglich von Sämereien ernährten. Mit den eindringenden Europäern kamen riesige Schafsherden in den Lebensraum der Papageien.
„Jetzt fliegen sie den wehrlosen Schafen auf den Rücken und hacken ihnen Hautfetzen und Fleischstücke aus dem Körper, wovon sie sich ernähren.“ (Herbert Fritsche, Tierseele...)
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